Als ich zum ersten Mal mit Friedrich über das Gemälde sprach, das er für ihn schaffen wollte, sah ich eine schöne Dame aus dem Meer auftauchen. Es fühlte sich an wie die Anima, ein Ideal der Liebe und Schönheit. Als wir uns einige Wochen später trafen, hatte sich der Fokus verschoben. Die Dame war nicht so prominent, aber als ich seinen Worten zuhörte, wurde das Meer in meinem geistigen Auge beleuchtet - das Meer in seiner wilden Schönheit, Geheimnis, Tiefe und Intensität.
Es machte mich so glücklich zu hören, dass er die Liebe gefunden hatte, nach der er sich gesehnt hatte.
Der Entstehungsprozess dieses Kunstwerks spiegelt also diese Suche, die Sehnsucht und die Erfüllung der Liebe wider.
Wenn man das Gemälde in einem bestimmten Licht betrachtet, sind noch Spuren des Körpers der Frau sichtbar.
Wenn die Liebe uns findet, erkennen wir sie vielleicht nicht immer sofort, da sie anders aussieht als unsere Ideen und Projektionen.
Aber es fühlt sich so viel mächtiger an, als wir es uns jemals hätten vorstellen können.
Die Idee von der Form der Liebe, die wir einst als Ideal ansahen, kann sich auflösen – die Wellen und die Luft werden, jetzt überall sein, das Leben selbst.









